Tataaaa – die Hosenvolksbefragung 2015 ist da!

Ende Oktober haben wir uns wieder einmal drangemacht, den wichtigsten Mikrozensus Österreichs durchzuführen. Wir wollten wissen, wie die Leute so ticken, was öko und faires Shoppen betrifft, wie sie so mit ihren Jeans umgehen und was sie drüber denken. Genug gelabert, hier die Ergebnisse:

An- und Abtörner

Gleich vorweg: Das bequemste Kleidungsstück der Österreicher ist die Jogginghose, die jedoch wenig Sex-Appeal aufweist. Da kann die Jeans schon mehr: 15 Prozent der befragten Männer denken, dass Jeans nach dem Anzug (ca. 25 Prozent) bei Männern am sexyesten sind. 27, 7 Prozent der Frauen meinen, dass das Cocktailkleid bei Frauen am meisten Sex versprüht. Jedoch nur 9,4 Prozent der Männer stimmen dem zu. Männer schreiben das Attribut ‚sexy’ eher dem Bikini zu, der noch vor dem Dirndl rankt. Der absolute Abtörner aus Frauensicht sind Socken und Sandalen bei Männern.

Wann wird gewaschen?

Der durchschnittliche Österreicher besitzt acht Jeans, wovon vier tatsächlich getragen werden. Männer tragen durchschnittlich sechsmal pro Woche Jeans, Frauen fünfmal. Frauen waschen ihr Denim-Gwandl nach zwei- bis dreimal tragen (45,4 Prozent), die meisten männlichen Befragten ziehen es sechs bis zehn Mal an, bis es im Wäschekorb landet (23 Prozent). Fast acht Prozent der Männer und nur drei Prozent der Damen tragen Jeans noch länger, bis sie gewaschen werden.

No na ned sind Schnitt und Passform beim Jeans-Kauf besonders wichtig (deswegen machen wir ja, was wir machen!), gefolgt vom Preis. Zipp ist beliebter als Knöpfe, das traditionelle, unveränderte Blau ist beliebter als Used-Effekte. Das Stiefkind in Sachen Aussehen bei den Hosen sind Karottenschnitt und Patchwork-Look.

Dont’s: Für viele gilt das Jeans-Tragen auf Bällen, Hochzeiten, im Theater, in der Oper und bei Vorstellungsgesprächen als No-Go. Zwölf Prozent der Befragten sind hingegen der Meinung, dass Jeans in jeder Situation angebracht sind!

Huch: Fast jeder vierte Österreicher verlässt das Haus manchmal ohne Unterwäsche (unter der Kleidung).

Nachhaltiges Shoppen

30 Prozent der heimischen Konsumenten kaufen fast immer oder häufig nachhaltig produzierte Kleidung, bei Lebensmitteln liegt der Prozentsatz bei fast 75 Prozent. 60 Prozent der Befragten sind skeptisch, ob die ausgewiesene Nachhaltigkeit dann doch stimmt und nehmen vom Kauf Abstand. 58 Prozent finden nachhaltig produzierte Kleidung zu teuer und 52 Prozent misstrauen der Auslobung. Wenige denken (10 Prozent), dass Öko-Kleidung schlechtere Qualität hat. Elf Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen sagen, dass Eco-Fashion nicht so gut aussieht. Das allerwichtigste Kaufargument für nachhaltige Ware ist für 82,3 Prozent die Vermeidung von Kinderarbeit.